Fallbeispiele Asbest
Beim Umgang mit Asbest und dem Bearbeiten asbesthaltiger Materialien werden Asbestfasern freigesetzt. Gelangen diese in die Lunge, können sie schon bei geringer Belastung die so genannte Asbestose, eine Schädigung des Lungengewebes, auslösen.
1979 wurde das erste Asbestprodukt (Spritzasbest) in Westdeutschland verboten. Es folgten weitere Einschränkungen, bis 1990 in der Schweiz und Österreich beziehungsweise 1993 in Deutschland die Herstellung und Verwendung von Asbest verboten wurden. Seit 2005 gibt es ein EU-weites Verbot.
Trotzdem begegnet man Asbest auch heute noch in vielen alten und neuen (z.B. Importwaren aus China) Baustoffen und Bauteilen. Hier nur einige Beispiele
- Asbest-Zement ("Eternit"): Dach-Eindeckungen und Außenwandverkleidungen, Balkonkästen, Balkonverkleidungen, Fensterbänke
- Asbest-Platten, z.B. Zwischenlagen unter Elektro-Abzweigdosen und Vorschaltgeräten, hinter Öfen in älteren Holzgebäuden, oft als Asbestpappe, also schwach gebunden
- Fußbodenbeläge aus PVC oder Linoleum, in Klebern, Fensterkitt, (Magnesia-)Estrich
- Asbest in älteren Elektrogeräten (Bügeleisen, Toaster, Elektrogrill, Fön, Kohlebogenlampen, Thermoelementen, Temperaturmesswiderständen, Hochlastwiderständen, Heizwiderständen, HH-Sicherungselementen usw.)
- Asbest als Bestandteil Bremsbelägen und Dichtungen
- Natürliche Asbestvorkommen in Gesteinen (Baslat, Gabbro) und daraus hergestellten Erzeugnissen (Asphalt, Splitt, Schotter)
Im Folgenden finden Sie eine Reihe von Beispielen mit Foto und Elementspektrum:
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Krokydolith in Spritzasbest -->
Amosit (Braunasbest) in Asbestwolle, Stopfwolle -->
Chrysotil (Weissasbest) in PVC-Fussbodenbelag -->
Chrysotil (Weissasbest) in Kleber an PVC-Fussbodenbelag -->
Chrysotil (Weissasbest) in einer Zement-(Eternit-)platte -->
Asbest (Aktinolith) in Strassenbelag (Asphalt)